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SCHILBACH Klassisches Retuschiersystem Plus

SCHILBACH Klassisches Retuschiersystem Plus

119,06 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand
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Beschreibung

Das Klassische Retuschiersystem Plus für hochwertige Retusche

Set Pigment Umfang

  • Pigment-Retuschierkasten
  • Glas Tiegel für Alkohol oder Pigmente (15ml)
  • Rose Madder (original Winsor & Newton)
  • Orange Madder
  • Preußisch Blau
  • Elfenbein Schwarz
  • Umbra Gebrannt (Ital.)
  • Tatrazin Yellow
  • Kassler Braun

Das in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den großen Restaurierungswerkstätten Englands entwickelte Retuschiersystem beweist heute seine Hochwertigkeit. Als Referenz anzuführen sind Retuschen aus diesen Werkstätten auf Instrumenten von Antonio Stradivari und anderen klassischen italienischen Streichinstrumenten.

Klassisches Retuschiersystem Plus Retuschen mittels ordnen sich perfekt in das umgebene Lackfeld ein. In der Lichtechtheit setzten sich diese Restaurationsarbeiten deutlich ab von Retuschen, die zeitgleich mit krebserregenden Anelienfarben durchgeführt wurden.

Aus den drei Retusche Grundpigmenten Rose Madder, Orange Madder und Preußisch Blau werden Sie auf der Glasplatte mit dem Glasläufer jede Farbnuance erreichen, die Sie für die Retusche eines klassischen italienischen Streichinstrumentes suchen!

Wir haben das klassische Retuschiersystem erweitert

  • Elfenbein Schwarz als Zugabe für die Retusche auf manchen französischen Instrumenten.
  • Umbra Gebrannt (Ital.) als erforderliche Beigabe für Retuschen mancher deutscher Instrumente. Dieses bei uns extra grobkörnige Pigment ist bei richtiger Anwendung eines der Erden mit meist möglichen transparenten Eigenschaften.
  • Tatrazin Yellow, das farbintensivere Pigment empfehlen wir anstelle von Orange Madder zu verwenden für die Retusche mancher Instrumente des 19. und 20. Jahrhunderts.
  • Kassler Braun, eine stark deckende Erde haben wir in unser Sortiment aufgenommen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, Fehlerstellen der Einlagespäne zu retuschieren. Diese Erde, vermischt mit Retuschierlack, ergibt das „warme“ Schwarz, das wir von gefärbten Einlagespänen kennen.

Ablauf der Retusche

  • Reiben Sie mit einem Tropfen Alkohol aus der Pipette die Pigmente mit dem Glasläufer auf der Glasplatte an, so dass sich möglichst viele Farbnuancen ergeben.
  • Lösen Sie nun mit einem alkoholgetränkten Pinsel die Pigmente des gewünschten Farbspektrums an und platzieren Sie diese auf die Retuschierstelle. Wir empfehlen hierfür unsere hochwertigen Kolisky Pinsel in Größe 3, die aufgrund ihrer idealen Eigenschaften allen anderen vorzuziehen sind.
  • In einem zweiten Arbeitsgang fixieren Sie die Pigmente durch einen Pinselstrich mit Retuschierlack. Soll ein räumlicher Eindruck entstehen, geben Sie mit dem Pinsel zum Retuschierlack etwas Clear-Pigment hinzu. Als Pinsel empfehlen wir für diese Arbeit unsere speziell für diesen Zweck entwickelten Katzenzungen spitz. Mit ihnen lassen sich präzise und zugleich flächige Ergebnisse erzielen.
  • Um einen kleine Fehlstelle im dunklen Einlagespan zu restauriere ritzt man den Spanverlauf mit dem Messer vor. Man mischt Kassler - Braun auf einem Plättchen mit Retouchierlack an. Diese Mischung wird zähflüssig mit einem feinen Pinsel (Kollinsky Pinsel Größe 3) auf die Fehlstelle plasziert. Nach etwas Trocknungszeit kann die Kasslerbraun - Retouchierlackmischung flachgedrückt werden und die Aussenkanten der Fehlstelle mit einem Messer klar begrenzt werden.

Großflächige Retusche

Für großflächige Retuschen empfehlen wir folgende Vorgehensweise.

Erst nach einer Grundversiegelung des Rohholzes (ein Strich verdünnter Lack), mit einem Glasläufer, sehr fein gemahlene Pigmente aus dem klassischen Retuschiersystem ganz nah an die Ausgangsfläche aufbringen. Anschließend Retusche aufbauen.

Variante a)

Pigmentschicht – Lack-Clear-Pigment-Schicht - Pigmentschicht – usw. ... Jede Schicht sehr gut trocknen lassen und den Pinsel wenig angereichert mit Flüssigkeit anwenden. (Darf nicht schwimmen). Wichtig: Die Pinselstriche dürfen nicht überlappend gesetzt werden.

Variante b)

Mit einem Glasläufer gemahlene Pigmente mit etwas Lack/Clear-Pigment auftragen (das mischen geht gut auf der Glasläuferplatte weiß, direkt mit einem Pinsel, nachdem die Pigmente gemahlen wurden). Den gefüllten Pinsel auf der Glasläuferplatte weiß streichen bis die Lackabgabe gleichmäßig und ohne Alkoholränder erfolgt.

Beide Varianten brauchen etwas Übung, aber es lohnt sich für einen Hochwertige Retusche.

Technische Hinweise

  • Verwenden Sie das Preußisch Blau in ganz geringen Mengenverhältnissen.
  • Pigmente sind in Lichtechtheit immer Farbstoffen vorzuziehen.
  • Die Retusche mit Pigmenten ist im UV Licht klar zu identifizieren.
  • Verwenden Sie bei holznaher Retusche feingemahlene Pigmente, bei der Retusche in höheren Lackschichten eher grobgemahlene Pigmente um die Transparenz zu gewährleisten.
  • Achten Sie auf ausreichende Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen.
  • Versuchen Sie auch weitere Mischtechniken; in einigen Fällen kann es angebracht sein, etwas Retuschierlack und Clear-Pigment direkt auf der Glasläuferplatte mit den Pigmenten zu vermischen.
  • Eine weiße Glasläuferplatte gewährleitet eine möglichst natürliche und klare Farbwahrnehmung der Pigmente.